Sunday, April 22, 2007

Amstel Gold Race – Der Frühjahrsklassiker in den Bergen Hollands


In den Niederlanden – im Volksmund auch Holland genannt – findet jährlich das Amstel Gold Race statt. Ein Rennen für Flachlandtiroler? Eher nicht.

Das Rennen um Valkenbourg und Maastricht ist eher für Bergfahrer und die, die es glauben zu sein. Auf der 250 KM Strecke sind 2800 Höhenmeter zu bewältigen, und wer es nicht glaubt, der sollte mal den Keuteberg bei KM 228 oder den Cauwberg am Ziel fahren. Bis zu 23 Prozent Steigung sind zu bewältigen.

Für Salzkranz gingen mit Mr. T und CT Dorny 2 Fahrer an den Start, die letztes Jahr schon die Ronde van Vlaanderen bewältigt haben.

Am Freitag ging es mit dem Bus nach Valkenbourg, auf dem Campingplatz noch telefonisch zahlreiche Interviews geben, Startunterlagen abholen, Nudeln essen und ab in Bett. Auch wenn die Versuchung riesig war, das beliebteste Getränk der Düsseldorfer blieb im Kühlschrank. Auch das Bier des Sponsors wurde nicht angerührt.


Wecker 5.15 Uhr, Wecker vernichten, nächster Wecker 5.20 Uhr, zu teuer um alle Uhren zu zerlegen. aufstehen, waschen, anziehen...
Morgens um 5.30 Uhr die Radhose mit der Sitzcreme anziehen... Geruch und Gefühl... Weltklasse. Dann der Schock, Außentemperatur 1 Grad. Warum überhaupt starten?

Am Start um 6.30 Uhr kam dann noch Sascha mit seinen Kollegen hinzu und gemeinsam ging man auf die Strecke. Leider fielen die Gruppen dann kurz nach dem Start auseinander.

Die ersten 100 Kilometer war eine Runde um Valkenbourg. Da auf dieser Runde nur knapp 800 Höhenmeter zu bewältigen waren, war die Geschwindigkeit recht hoch. Dies änderte sich auf den nächsten 150 Kilometer. Irgendwann begann es weh zu tun, die Berge wurden steiler und das Tempo ruhiger.

Zusätzlich zu den kleinen körperlichen Problemen kam dann noch der mentale Faktor. Auf der zweiten Runde mit 150 Kilometern kamen dann auch noch die Fahrer hinzu, die nur 150 Kilometer fahren. Natürlich waren die schneller und besonders zu Beginn der zweiten Runde frischer.

Wie man aber CT Dorny kennt, hat er dieses nicht mitbekommen. Er fluchte einfach nur, dass alle anderen ihn überholen und erkannte erst nach 30 Kilometern auf der zweiten Runde, dass dieses Fahrer alle roten Nummer hatten. Dies war das Zeichen für die 150 Kilometer Runde.
Super CT!!!

Ab Kilometer 150 begannen die Fahrer jeden Kilometer einzeln rückwärts zu zählen, trotzdem konnten Mr. T und CT Dorny weitere Plätze gut machen.

Nach der Verpflegung bei Kilometer 200 meinte CT zu Mr. T:
„Gleich müssen noch ein paar richtige Rampen kommen.“ Mr. T meinte nur, "so schlimm kann es gar nicht werden... "
Vielen Dank!!!
Kurz nach der Verpflegung ging es dann links ab und???
RAMPEN in Perfektion!
Ab jetzt glich das Rennen eher nach einem Überlebenskampf der Muskeln, vorher angekündigte Attacken blieben mangels (Muskel-)Masse aus.

Bei Kilometer 222 kam dann der Keuteberg. Unendliche Mengen an Zuschauern zäumten den nur 2 Meter breiten Weg. Mit dem Keuteberg kam auch die Steilheit zurück, 23 % - natürlich bergauf!!!

Viele Fahrer stiegen vom Rad und sind den Berg hochgeschoben.
Mr. T und CT kämpften sich auf dem Rad den Berg hoch, umjubelt von den Zuschauern, die die Fahrer unglaublich antrieben und motivierten. Oben angekommen wussten beide, jetzt schaffen wir den Rest auch noch.

Bevor man die Zielankunft oben auf dem Cauwberg überquert muss man noch einmal durch Valkenbourg durch. Unten in Valkenbourg stand dann die härteste Prüfung für die Fahrer an. Party in allen Kneipen, tausende von Menschen feierten auf Tischen und Stühlen und jubelten den Fahrern zu. Die Versuchung abzusteigen und mitzumachen war riesig, aber dann wäre das Ziel unerreichbar gewesen, beide hatten keine Helmlampen dabei.





Die letzte Rampe am Cauwberg tat noch einmal weh, aber hier gab es kein aufgeben mehr, das Ziel war erreicht.
Knapp unter 9 Stunden haben Mr. T und CT Dorny für das Amstel Gold Race benötigt!!!
Jetzt werden erst einmal die Beine hochgelegt und der „De Telegraf“ gelesen, der vom Ausrichter kostenlos an alle Teilnehmer verteilt wurde!!!

Rund um Köln – Salzkranz Saisonauftakt am Ostermontag





Ostermontag war es endlich soweit, der lange Winter mit vielen kalten und nassen Trainingseinheiten hatte endlich ein Ende... und sogar das Wetter spielte mit.

Zwar war es morgens mit Temperaturen nur knapp im einstelligen Bereich sehr kalt, es war aber trocken und Sonne war für den Tag angesagt. Perfektes Rennwetter!

Kurz nach dem ersten Kaffee gab es aber erst einmal den großen Schock für das Team: Absagen und Krankmeldungen.
Fausto, der eigentlich am Hotel voll attackieren und mit freiem Oberkörper den Zielstrich überqueren wollte, hat sich genau dabei schwer erkältet und musste das Rennen absagen. Unvorstellbar, wir hatten extra ein Team am Ziel platziert und jetzt das.


Pizza Man war für die ersten 60 Kilometer als Speedmaschine vorgesehen, er musste aber mangels Form ebenfalls absagen. Was ist da los? Ist er mittlerweile in Bayern zum Weizenvernichter Nr. 1 geworden? Wir werden hierüber demnächst berichten.


Am Start ging das reduzierte Salzkranz Team trotzdem in hochkarätiger Besetzung:

Mr. T startete über die 60 KM und legte dort einen famosen Sprint hin, mit Platz 43 in der Altersklasse hat er die Erwartungen voll erfüllt. Mit einem Schnitt von über 37 KM/h hat er das Ziel am Rheinufer in Köln erreicht.

Basti zeigte sich über die 100 KM Strecke, die mehr als 1000 Höhenmeter hat, ebenfalls in guter Verfassung und hatte sogar noch Zeit während des Rennens zu telefonieren und ein erstes Interview zu geben. Die Salzkranz Redaktion wollte einfach mal wissen, wie so sein aktuelles Befinden ist.

Sascha und CT Dorny, ebenfalls über die 100 KM am Start, hatten eine ähnliche Taktik. Vollgas die ersten 35 Kilometer bis Wermelskirchen und dann versuchen, zu überleben. Beide hatten nach eigenen Angaben auch ähnliche Symptome in Wermelskirchen, leichtes Zucken in diversen Beinmuskeln. Die ausgegebene Marschrichtung konnten sie aber durchziehen und erreichten mit Zeiten unter drei Stunden das Ziel. CT Dorny hatte im Ziel einen Durchschnittspuls von 180.

Nach einem sehr guten Rennen im Bergischen Land bei tollem Wetter und mit vielen Zuschauern, die meistens auch schon morgens das Glas in der Hand hatten, welches die meisten Fahrer sehr gerne gegen ihren Trinkflaschen eingetauscht hätten... und damit ist natürlich kein Kölsch gemeint, sind wir nach diesem guten Saisonauftakt auf die nächsten Rennen gespannt.

In zwei Wochen geht es zum Amstel Gold Race!

Tuesday, March 13, 2007

Rund um Köln ohne Fausto? - Verschiebt er den Saisonstart?

Soeben erreicht die Redaktion von Salzkranz.de die Nachricht, dass bisher beim Ausrichter von Rund um Köln noch keine Meldung von Fausto eingegangen ist.

Was ist hier los?

Diese Nachricht läßt Raum für die wildesten Vermutungen:

1. Fausto ist zurückgetreten
Da Fausto bisher weder für Köln gemeldet noch das Trainingslager auf Mallorca ab Donnerstag bestätigt hat, stellt sich natürlich die Frage, ist Fausto noch aktiv oder wird auch er vorzeitig Berater eines Radsporteams?

2. Fausto im Geheimtraining
Fausto wurde bisher auch bei wenigen Ausfahrten im Team gesichtet. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass er mit neuen Trainingsmethoden seine Konkurrenten überraschen will. Immerhin hat er im letzten Salzkranz-Talk einen ersten Angriff am Hotel Bremer bei Rund um Köln angedroht.

3. Fausto und spanische Justiz
Vielleicht mußte Fausto auch in den letzten Wochen ruhiger treten, da er befürchtet hat, dass Informationen aus Spanien ihn belasten könnten. Nachdem jetzt aber die Untersuchungen eingestellt worden sind, ist auch sein Erscheinen wieder möglich.

4. Fausto hat einen neuen Sponsor
Nach Salzkranz Informationen hat Fausto den Sponsor gewechselt und fährt jetzt für einen neu gegründeten Kölner Mobil-Content-Anbieter. Wie sind hier seine Verpflichtungen? Kann er sich bei so vielen Eindrücken noch auf Radsport konzentrieren?

Wir hoffen, Fausto bald wieder auf den Rennpisten dieser Welt zu sehen, damit seine Gegner immer wieder den passenden Aufbaugegner zur Verfügung haben.

Monday, March 05, 2007

Salzkranz - Tour: Malle 2007: Cap Formentor / Sa Calobra


Der erste eigentliche Ruhetag führte CT dann zum Cap Formentor, einer Bergstrasse ausgehend von Port de Pollenca ganz im Norden der Insel.

Die traumhafte Strecke führt einen durch fantastische Felsformationen permanent auf und ab, so dass am Ende des Tages der Ruhetag doch wieder über 1000 Höhenmeter hatte. Die Aussicht auf Buchten und Felsen haben jedoch keinerlei Anstrengung aufkommen lassen.

Am nächsten Tag ging es dann nach in die Berge. Von Alcudia aus über Buger, Campanet, Selva ging es hoch zur legendären Tankstelle in der Nähe des Puig Major. Von dort noch den Gegenanstieg bis Sa Calobra, und dann folgte die vielleicht schönste Strasse Europas. Einzigartig angelegt mit unglaublichen Serpentinen führt diese von 900 Meter Höhe auf Meeresniveau. Und das Sa Calobra eine Sackgasse ist auch wieder hoch. Das Wetter war wiederum perfekt und auch zahlreiche Profis nutzten den Tag zum Bergtraining.
Anschließend ging es Richtung Port de Pollenca nach Alcudia zurück, mehr als 2000 Höhenmeter standen am Ende auf dem Tacho.

An den übrigen Tagen wurde dann mehr im Landesinneren gefahren, jedoch keine Tour unter 100 Kilometern. Am vorletzten Tag stand noch einmal eine große Etappe an. Von Alcudia ging es über Sa Pobla, Llubi, Sineu nach Felantix um Sant Salavador zu erklimmen. Diesen Anstieg ging Dorny mit großer Motiviation in Begleitung mehrerer Fahrer an, um dann daran erinnert werden, wie ein Hammer funktioniert. Dieser kam kurz vor dem Ziel mit aller Gewalt und führte dazu, dass CT fast noch von einem Kind auf einem Dreirad überholt worden wäre.
Zurück über Muro hatte Dorny fast 160 Kilometer in den Beinen, wobei die Schmerzen in den Beinen noch vom Sunburner übertroffen wurden.

Der letzte Tag war noch einmal Radfahren in Perfektion. Bei strahlendendem Sonnenschein und Temperaturen von über 30 Grad in der Sonne wurde noch eine Kurzetappe über 100 Kilometer gestartet.

Nach Abschluss dieser Ausfahrt wurden dann die Klamotten gepackt und es ging abends zurück nach Düsseldorf.

In dieser Woche ist Dorny fast 1100 Kilometer mit über 9000 Höhenmetern gefahren. Das Wetter war perfekt und Malle hat wieder gezeigt, warum es das Trainingsrevier für Radfahrer im Winter/Frühjahr ist.
CT wird sich jetzt 10 Tage hier in Deutschland ausruhen und versuchen, in dieser Woche Fausto und Mr. T zu finden, die im Augenblick verschollen sind, bevor er dann wieder Düsseldorf Richtung Mallorca verlassen wird.